LM Konzeptentwurf

Der Konzeptentwurf für Ihren außerschulischen Lernort soll Außenstehenden (z.B. anderen Lehrpersonen) einen ersten Eindruck vermitteln, inhaltliche und organisatorische Strukturen darstellen und die thematische Einordnung klären. Interessenten sollen verstehen, worum es bei der geplanten Veranstaltung geht, wie das Thema angegangen wird, wer damit angesprochen werden soll und abschätzen können welcher Umfang und Aufwand mit einer Umsetzung verbunden sind.

Beachten Sie: Es handelt sich dabei weder um einen klassischen Unterrichtsentwurf, noch um eine detaillierte Ausarbeitung Ihrer Konzepte.
In Ergänzung zu dem was Sie bereits im Arbeitsauftrag A1 erarbeiten sollten, soll dieser Entwurf nun auch eine klar definierte Zielgruppe, die ungefähren Abläufe und Methoden und einen groben Zeitplan enthalten!

Was soll rein?

  • Klärung der Subthemen oder Schwerpunkte mit Einordnung ins Rahmenthema
  • Klärung der Relevanz!
  • Zielgruppe
  • Zielort (Beschaffenheit, Strukturen, Voraussetzungen, etc.)
  • Gloables Problem oder übergeordnete Fragestellung (Leitfrage(n)) mit BNE-Bezug
  • Forschungsfragen / Hypothesen (bei Forschendem Lernen relevant, sollten anhand der Methoden zu beantworten / überprüfen sein)
  • Methoden
  • Begründung der Methodenwahl (ggf. didaktischer Kommentar)
  • Geplante Materialien und Tools (inkl. mobile digitale Medien)
  • Ideen für eine Reflexion
  • Chronologischer Ablauf mit
  • Grobem Zeitplan
  • Sonstige Anmerkungen (z.B. zu Barrierefreiheit, Kosten, Risiken, etc.)

Was muss (noch) nicht rein?

  • Didaktische, Sach- oder Methodenanalyse
  • Detaillierte Inhalte
  • Detaillierte Abläufe
  • Verantwortlichkeiten
  • Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen
  • Genaue Ortsangaben
  • Informationen zur Infrastruktur

Berücksichtigen Sie in Ihrem Entwurf die Einbindung fachspezifischer Methoden, die Einordnung in das Fach Geographie, stellen Sie den BNE-Bezug her und machen Sie sich gerne Elemente des forschenden Lernens zu nutze. Achten Sie auf die Adressatengemäßheit und eine angemessene Berücksichtigung von Schüler*innen-Interessen und deren Lebensweltbezug zum Thema.

Für die Berücksichtigung von Schüler*innen-Interessen bei Ihren Planungen kann die Publikation von Hemmer & Hemmer (2010) (siehe Literaturordner auf ILIAS) einen Einstieg bieten.

Die nachfolgende Grafik zeigt eine exemplarische Systemeinordnung des Marburg Open Forest, an der Sie Ihre Systembetrachtung ausrichten können.

Lahntal

Internes Review des Konzepts

Nehmen Sie sich Zeit für ein internes Review Ihres Konzepts in der eignen Gruppe, bevor Sie es einreichen oder ggf. präsentieren.

Legen Sie großen Wert auf die Fachperspektive der Teilbereiche, die geplante didaktische Umsetzung mit Hilfe mobiler digitaler Medien, sowie das Ineinandergreifen der einzelnen Teilbereiche im Gesamtthema.

Mögliche Reflexionsfragen sind:

  • Gibt es eine Leitfrage, ist diese relevant und fachlich eingebettet?
  • Ist das Konzept fachlich korrekt?
  • Wurden geeignete Methoden zur Überprüfung der Leitfrage gewählt?
  • Werden in der Konzeption die Kernideen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) berücksichtigt?
  • Ist das Konzept an den Ansätzen des forschenden Lernens ausgerichtet?
  • Ist das Konzept für die gewählte Altersgruppe geeignet?
  • Sind die Teilbereiche gut in das Gesamtthema integriert und vernetzt?
  • Besteht Zugang zu allen benötigten analogen und digitalen Materialien und Hilfsmitteln?
  • Ist ein Teil des Konzepts in 60 Minuten umsetzbar? (nur für kursinterne Planung erforderlich)
  • Ist der Gesamtzeitplan (darf länger als 60 Minuten sein) realistisch?

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